Hoffnung am Horizont

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Ich habe mich ja schon fast nicht mehr getraut den Satz: „es geht mir eigentlich ganz gut“ und „das Laufen hat mir nicht (kaum) geschadet“ in den Mund zu nehmen, da ich dachte ich würde es bestimmt doppelt und dreifach zurück bekommen. Bis jetzt ist es aber so noch nicht eingetreten, daher wage ich diesen Post 😉

Nach 2 Tagen erfolgreichen Lauftrainings mit Geschwindigkeiten bis zu 14km/h, entzündungshemmenden Medikamenten, Übungen bis zum Muskelkater und darüber hinaus – konnte dies nur noch durch die Physiotherapie heute morgen gekrönt werden die mir mal wieder ein Kinesio-Tape bescherte. Gleich in drei verschiedenen Farben, vielleicht mache ich mal ein Bild von diesem Kunstwerk 😀 edit: soeben geschehen. Unterhalb der Kniescheibe ist noch quer ein schwarzes Tape. Blau soll entspannen. Beim Training vorhin war es an diese Stellen echt gut, alles andere erzähle ich im nächsten Beitrag..

Die Laufbandanalyse hatte genau das ergeben was mir schon immer bekannt war: die Schuhe sind zwar gut, aber trotzdem laufe ich rechts eher auf der Fußkante und das Knie fällt leicht nach innen. Für den Moment nicht so tragisch aber wenn ich in Zukunft weiter Wettkämpfe laufen möchte, schon. Also müssen Einlagen her – wovon ich eigentlich gar kein Freund bin, dass muss man doch auch anders ausgleichen können?

Für den HM am Sonntag habe ich grünes Licht, zugeschnittene Tapes die ich mir dann kurz vorher nochmal selbst kleben darf, Arnica Globuli und die Anweisung sofort aufzuhören, wenn der Schmerz stärker wird. Ich bin gespannt. Und auch einfach langsam mehr als nervös. Diesmal laufe ich ganz alleine – nur mein Partner wird dabei sein.
Diese Umstände sind aber vielleicht auch ganz gut so, sollte es nicht funktionieren, habe ich vielleicht den Druck der Erwartung etwas weniger intensiv. Die Erwartungen an mich selbst sind aber immer riesig. Dass das jedoch keine Bestzeit werden wird, ist mir schon jetzt klar. Unter 2 Stunden wäre aber schön. Langsamer laufen als das letzte Mal möchte ich nämlich in keinem Fall.

 

— Jamie

2 Gedanken zu “Hoffnung am Horizont

  1. So ich habe mich jetzt mal durch dein Verletzungsleid gelesen.
    1. du hättest mal das Radfahren gelassen. Das hat einiges verschlimmbessert. Eine gute Kondition kann auch mal 10 bis 14 Ruhen ohne einen negativen Nutzen davonzutragen. Der Sattel ect. ist wahrscheinlich nicht 100% eingestellt. Deshalb auch die Knieschmerzen und andere Zipperlein.
    2. Ein wenig Pause tut immer gut. Auch wenn es vor einer Veranstaltung ist. Man kann eh nichts mehr nachholen was man in den Wochen vorher nicht trainiert hat.
    3. Lass auf jeden Fall die Einlagen weg. Das macht es nur schlimmer. Glaube mir. Kauf dir einen Neutralen Schuh mit einer Sprengung von nicht mehr als 4mm. Auch keinerlei Stütze irgendwo.
    4. Laufe so oft es geht nach deinem Wettkampf ein wenig barfuß. Es reichen auch ein paar Stunden zu Hause barfuß durch die Wohnung.
    5. Richte dein Fußgewölbe wieder auf, die Muskeln ziehen den Fuß wieder zusammen und du läufst dann nicht mehr auf der Kante. Du hast ein schwaches Fußgewölbe deshalb läufst du auf der Kante.
    6. Wechsel deine Physiotherapeutin, die erzählt viel Quark.
    7. Höre auf Deine Innere Stimme und höre mehr auf Deinen Körper.
    8. Wenn du nicht laufen kannst dann mach Stabiübungen oder Krafttraining (Liegestütz, Sit-ups usw.)

    Viel Glück

    1. Das ist mal echt ein gutes Feedback, danke dafür!
      Das Problem am Radfahren im Studio ist, dass das erstens weder mein eigenes Rad ist noch irgendwie individuell zu verstellen ist, außer in der Höhe – also nicht wirklich ideal. Länger als 1.30h halte ich es da drauf auch nicht aus.
      Vom Gefühl her bin ich auch schon immer ein Einlagen Gegner gewesen, aber was probiert man in der Not nicht alles aus manchmal..? Zu Hause laufe ich grundsätzlich ohne Schuhe und auch oft barfuß – Fußgewölbe aufrichten klingt aber sinnig.
      Tja was die Physiotherapeutin betrifft bin ich mir auch noch nicht so ganz sicher..Falls ich damit bei ihr weitermachen würde, würde sie für die nächsten Sitzungen auf Schlingentraining umsteigen. Was ich aber grundsätzlich nicht gut finde ist, dass oft nur symptomatisch behandelt wird. Meine letzte Physiotherapie war besser, die war zwar seltener, ich habe sie privat gezahlt aber es waren volle 60min und eine Triggerpunkttherapie. Danach hatte ich ca 1 Jahr Ruhe oder sogar länger (bis eben jetzt).
      Im Moment geht das Laufen wieder und ich denke ich werde den HM wagen. Du hast recht, was ich in den vorigen Wochen durch Training nicht gut gemacht habe werde ich jetzt auch nicht mehr hinbiegen, deshalb mache ich heute z.B. gar nichts mehr, gestern waren 5km laufen und 15km Ergometer drin. Samstag eventuell nur ein mini-Lauf fürs Selbstbewusstsein.
      Morgens und Abends mache ich schon seit 2-3 Wochen sehr viele Übungen zur Dehnung und zur Stabilisation und habe schon das Gefühl dass das was bringt oder zumindest gut tut 🙂

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