Training + Urlaub = <3

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Nach meinem letzten Beitrag, hatte sich mein dumpfes Gefühl (was das Laufen betrifft) bewahrheitet. Das was darauf folgte war kein wirklich guter Lauf. Es war zwar auch ein Leistenschmerz mehr, aber die Muskeln im linken Bein blockierten immer mehr – ich weiß immer noch nicht recht wie ich das beschreiben soll. Nach 6.5 km ließ ich es also mal wieder gut sein.

Da Freitag sowieso ein Feiertag war und das Fitnessstudio geschlossen hatte, war für den Samstag mal wieder eine MTB Tour durch den Taunus angesagt. Diesmal so gut wie gar keine Straße, gutes Wetter, viel Wind, sowie einen eingeplanten Umweg bis zum Feldberg. Bzw. eigentlich sollte es nur bis zur Saalburg gehen, aber da wir da laut runtastic bereits in 37min waren, nahmen wir den Feldberg doch noch mit.

Nach genau 1 Std und 29 min, 750 Höhenmetern und ca 20km später waren wir dann da, saßen noch etwas in der Sonne und machten uns dann wieder an die Abfahrt. Auf Schotter fahre ich immer noch nicht gerne schnell, über Wurzeln und Schlaglöcher auch nicht so wirklich.. Vor allem ist das Bremsen mit einer V-Brake echt anstrengend.

Die Trails die wir teilweise hoch sind, mussten wir natürlich auch wieder runter. Ich habe zwar kein Problem damit über dicke Äste oder Wurzelgeflechte zu fahren, aber einfach runterbrettern kann ich da immer noch nicht, dazu kenne ich die Strecke auch nicht gut genug.

Heute habe ich das Ganze dann nochmal wiederholt, diesmal alleine, habe einfach keinen Dummen gefunden 😀 Das war die passende Einleitung für meinen Urlaub finde ich: tolles Wetter und viel weniger Wind, sowie volle Motivation meinerseits.

Ich war mir noch nicht sicher, ob ich „nur“ die einfache Strecke hochfahren wollte oder versuchen würde den Weg von vor zwei Tagen zu finden. Die Entscheidung fiel dann aber doch relativ schnell, als ich den selben Weg durch die Felder einschlug und positiv überrascht über meine Orientierung war. Ein wenig anders bin ich wohl gefahren, es wurden halt einfach 2km mehr bis ich am Sandplacken ankam, aber war ja auch nicht schlimm. Einmal musste ich kurz an einer Gabelung fragen, war aber nicht wirklich kritisch.

Etwas verflucht habe ich das letzte Drittel dann doch, weil ich erfolgreich verdrängt hatte wie steil, steinig und bewurzelt diese Strecke war. Teilweise lagen komplette Bäume über den Weg oder kleine gewundene Anhöhen am Wegesrand, gespickt mit den tollsten Wurzeln zwangen meine Füße auf den Boden. Das Schlimme ist nicht das Bergauf-Fahren, sondern das Absteigen und dann wieder hochkommen.

Auf den letzten 200m gab es dann noch so tolle Betonabsätze einfach so mitten auf dem Waldweg, so hoch wie ein Bürgersteig etwa, nur viel unebener, was natürlich total ablenkt, wenn man sich schon so den Berg hochkämpfen muss – aber was wäre das Leben ohne kleine Herausforderungen? 😀

Wie immer hat es mir dann die letzten 20m die Füße von den Pedalen gezogen – ich bin gespannt wann das endlich mal nicht mehr passiert. Ich kam nur gefühlte 10m weiter als am Samstag, bevor ich schieben musste.

IMG_20140421_131337_084Habe mich dann oben auf die Wiese gesetzt bzw. gelegt und dieses wunderschöne Panoramabild gemacht (siehe Anfang des Beitrags) und mir gedacht: schöner wirds nicht mehr – und mein MTB hat auch sehr brav auf mich gewartet 😉

Runter war diesmal irgendwie etwas blöder als sonst – ich musste ja unbedingt andere, neue Wege austesten die ich nicht kannte und habe mich leider etwas verfranzt, sodass ich einmal glaubte gleich mein Navi im Handy aktivieren zu müssen. Ich war im aller tiefsten Wald, auf Wegen die eigentlich schon keine mehr waren, ich würde sagen die Abfahrt heute bestand zu 80% aus steilen, brockigen, löchrigen und einfach nur anstrengenden Trails. Einmal musste ich sogar mit meinem Rad ein Stück „klettern“, an fahren war da nicht mehr zu denken. Bis ich auf einen befahrbaren Weg kam, war ich schon fast wieder an der Hohemark. Geschadet haben wird es aber nichts, im Zweifelsfall verbessert es meine Koordination auf dem MTB 😉 Hatte dann aber auch etwa 50min und 15km gedauert, bis ich wieder zu Hause war und ich hatte einen Hunger, dass ich mir am liebsten schon im Wald ein Wildschwein aufs Rad gepackt hätte. War einfach nicht so schlau nur eine Wasserflasche und Medikamente gegen die Allergie mitzunehmen 😀

— Jamie

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