Trainingsreize

Trainingsreize

Da ich mich mir dem Laufen nicht mehr als nötig frustrieren möchte, bin ich wie man wahrscheinlich schon mehr als gemerkt hat, auf MTB Touren rund um und auf den Feldberg umgestiegen. Und war natürlich in letzter Zeit wieder mehrmals oben und habe mittlerweile sogar eine Standardrunde von fast 40km, welche ich immer schneller und besser bewältige. Vor allem das Abfahren geht mittlerweile viel besser, auch wenn ich keine top Bremsen habe. Gefühl scheint alles zu sein 😉

Mein Körpergefühl ist allem Anschein nach jedoch weniger als top. Nachdem es langsam so aussieht, als würden sich meine kompletten Trainingsgewohnheiten umkrempeln, ist nun auch mein Krafttrainingsplan im Fitnessstudio umgeschrieben worden. Auf dem Plan stehen Stabilität in Rumpf und Hüfte. Manches kann ich gut umsetzen, bei anderen Sachen mache ich mich nahezu zum Affen. Aber da muss ich jetzt durch. Und heute ist der zweite Tag an dem ich da durch muss. Ich werde versuchen so gut es geht mein Umfeld einfach auszublenden. Jeder fängt mal mit irgendwas neu an..und Veränderungen sollen ja nach Hören-Sagen was tolles sein.

Der Plan ist auf zwei gesplittet und mehr geht pro Seite auch gar nicht mehr drauf. Dh. ich habe richtig was zu tun und ich hoffe da dann allein nur damit mindestens eine Stunde beschäftigt zu sein. Es fühlt sich komisch für mich an, nur wegen dem Krafttraining ins Studio zu fahren und mich mal nicht wie sonst völlig auf dem Laufband zu verausgaben. Warm machen werde ich mich zwar, was glücklicherweise auch eine gute Gelegenheit ist auf kurzen Distanzen die Geschwindigkeit dauerhaft zu erhöhen.

Mein letzter Laufband-Lauf war am Sonntag. Ich plante wegen den Schmerzen 5km ein und ab km 6 lief dann alles wie von selbst – vom Gefühl her hätte ich einen HM rennen können, aber nach 11km habe ich es dann gut sein lassen, da sich mein Bein langsam aber sicher zurückmeldete.

Am Montag war dann die Krafttrainings-Session angesagt und gestern war ich mit dem MTB auf dem Feldberg: von Oberursel, parallel zur Hohemark, über die Saalburg, am Sandplacken vorbei und immer schön hoch, hoch, hoch 😀

Leider war das Wetter schon ungemütlich, als ich den ersten Fuß vor die Tür setzte. Ich versuchte, wie sooft, meinen Kopf auszuschalten und alle widrigen Umstände zu ignorieren. Es gesellte sich starker Wind dazu und um halb 7 am Abend sah es aus als würde die Dunkelheit direkt über mich hineinbrechen. Dann bemerkte ich auch noch wie müde und schwer meine Beine waren, obwohl ich die richtigen Steigungen noch lange nicht erreicht hatte. All das drückte meine Stimmung und in mir schlummerte die Angst vor einem plötzlichen Unwetter.

Schon bald fing es an Bindfäden zu regnen, aus welchen ab der Saalburg eine penetrante Prasselei wurden. Ich fühlte mich wie bestraft, war sogar irgendwie kurz den Tränen nahe: kaum Kraft, demotiviert, müde, kalt, dunkel und dann einfach dieser unbarmherzige Regen welcher auf mich herab fiel. Ich bereute es zu diesem Zeitpunkt überhaupt losgefahren zu sein. Bevor ich komplett durchweichte, hielt ich an, zog meinen Helm auf und meine Jacke an. Ab da war alles irgendwie etwas besser, ich fühlte mich etwas geborgener und schraubte mich Stück für Stück die Berge hinauf. Natürlich immer begleitet von Regen in verschiedenen Ausmaßen, sowie trockenen Abschnitten.

Immer als es kurz aufhörte, fasste ich sofort den Entschluss bis ganz nach oben zu fahren. Plan B wäre der Sandplacken gewesen, wenn es zu heftig geworden wäre – aber als ich dann da war, wollte ich die letzten 2-3km auch nicht mehr auslassen. Ich wusste was es für ein schönes Gefühl sein würde ganz oben zu stehen und in aller Gemütlichkeit den Rückweg antreten zu können.

Und kaum hatte ich diesen Entschluss gefasst, hörte es auf zu regnen und es kam sogar die Abendsonne raus. Das ganze war so ein luminales Spektakel, dass ich mitten am Berg anhielt und einfach Bilder machen musste. Und was mich oben erwartete war einfach nur gigantisch – aber seht euch einfach selbst die Bilder an 🙂

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— Jamie

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