Ruhe vor dem Sturm.

Ruhe vor dem Sturm.

Nicht nur wettertechnisch scheint dass derzeit so zu sein. Auch in mir ist es seltsam ruhig. Während mein Körper rebelliert. Ich schlafe schlecht, bin irgendwie bedrückt. Fühle mich verlassen und gleichzeitig erdrückt. Bin müde und unmotiviert. Mein Bein schmerzt – höllisch. Ich weiß nicht mal wie ich den 5,6km Firmenlauf am 11. laufen soll.

Ich war letztes Wochenende aus. Nach so langer Zeit, dass ich nicht mal erwähnen möchte wie lange eigentlich. Ich bin 23 Jahre alt und habe eigentlich keine Ahnung wie es ist mal locker zu lassen, sich zu entspannen und grundlegend Spaß zu haben. Solche Zeiten gab es zwar, aber sie waren spärlich gesät. Vielleicht ist es das was mich so fertig macht. Ich wache oft nachts auf und fühle mich schlecht, schuldig, elend.

Wieder mal so eine tiefe Phase. Dazu die Sache mit dem Bein, nun schon seit nahezu 5 Monaten. Das quält. Und drückt meine Stimmung, in Phasen wie dieser, doppelt.

Ich frage mich worauf das hinausläuft. Wieso ich mich immer wieder so verraten fühle, nicht liebenswert und am Ende ständig verarscht? Nichts davon hat sich bis jetzt bewahrheitet, aber es fühlt sich verdammt echt an.

Ich merke wie ich immer mehr auf Distanz gehe – Nähe nicht ertrage, aber in der Einsamkeit verrückt werde. Ich ziehe und stoße weg. Oder ziehe und stoße mich selbst weg, weil ich mich bescheuert fühle. Aus Angst zuviel preisgegeben zu haben, zu weit gegangen zu sein. Ich weiß nicht, ob man das noch lernen kann. Ich habe zuviel in meiner Vergangenheit entbehren müssen, mir fehlt es da an Kompetenz. Gleichzeitig fehlt es mir dadurch an innerer Balance und ich merke wie mir das schadet. So richtig gespürt habe ich das leider erst dieses Jahr. Aber diese Erkenntnis ist besser als gar keine.

— Jamie

3 Gedanken zu “Ruhe vor dem Sturm.

  1. Hey, ja da magst du wohl recht haben. Aber einfach ist und bleibt es leider nicht. Es ist allgemein immer ein ständiges Auf und Ab bei mir – ich warte immer nur darauf endlich wieder aus dem Tal aufzutauchen, damit ich das Gefühl habe, dass es wieder weitergeht. Mir hilft da leider auch Urlaub/Auszeit nicht so viel. Manchmal habe ich das Gefühl, es ist einfach besser die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen. Gerade was die Arbeit betrifft. In mir selbst zu versinken ist auch nicht so gut, das geht sehr schnell bei mir.
    Gestern Abend war ich wieder mit dem Rad unterwegs, aber das war ein Schuss in den Ofen. Ich hatte gar keine Kraft und ziemliche Schmerzen.

    Bzgl der Schmerzen war ich schon bei zig Ärzten und Physiotherapeuten, aber keiner kann eine richtige Diagnose stellen und jeder behauptet etwas anderes oder sagt gar nichts. Deshalb habe ich das aufgegeben und warte einfach, dass die Zeit das heilt.

    LG, Jamie

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