Feierabendrunden + Klettern

Feierabendrunden + Klettern

Mir ist erst heute morgen eingefallen, dass ich euch den Tag im Kletterwald absolut vorenthalten hatte. Ging irgendwie unter. Das war am letzten freien Donnerstag und ich hatte mal wieder Spaß 🙂 Leider hat mein Bein bei der Geschichte nicht so mitgespielt wie ich es mir gewünscht hätte. Zu Anfang ging es gerade so noch – ich war ohnehin eher damit beschäftigt meine Höhenangst zu überwinden und meine Koordination auf dem Weg des Besseren zu bringen. Ich war schon ziemlich verkrampft und hing teilweise ewig in 15m Höhe. Auch das Abseilen war teilweise eine echte Überwindung, vor allem weil ich mich nahezu jedes Mal anfing zu drehen und oft echt blöd am anderen Ende aufkam. Nach 2-3 Stunden gab mir dann mein Bein beim Sprung mit Anlauf über eine große Lücke, den Rest. Unten angekommen musste ich abbrechen, ich konnte kaum mehr gehen. Das hat das Erlebnis ein wenig getrübt, ich hoffe das nächste Mal wird es erfreulicher.

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Diesen Dienstag war ich zur Abwechslung mal mit meinem Chef biken – war lustig und wir haben eine komplett neue Strecke ausgelotet, die ich gleich mal in meinem Kopf gespeichert habe (hoffe ich). Leider war ich an dem Tag so richtig fertig und durch. Ich hatte ständig hunger, war unter Zeitdruck, hatte sehr schlimme Schmerzen und müde schwere Beine. Leider machten sich die Schmerzen bereits auf den ersten Metern auf dem MTB mehr als bemerkbar. Dazu hatte ich keine Power und musste mich wirklich quälen. 36km und ca. 750 HM. Das war ausreichend. Für mich an diesem Tag sowieso. Wir sind zum Glück auch nicht mehr ganz hoch gefahren bis zum Feldberg, sondern beim Sandplacken wieder runter. Die Luft war so rein und frisch und es kam sogar Nebel auf. Es war ein Klima wie im Herbst – wenigstens das konnte ich genießen 😉

Dadurch dass es die Tage davor nur geregnet hatte, sah ich und mein Rad danach aus wie ein Schlammmonster. Mit einer neuen Rekordgeschwindigkeit von 50km/h auf der Abfahrt aber auch kein Wunder. Ich wusste zu Hause gar nicht was ich zuerst ausziehen sollte…

Mittwoch war ich dann im Studio, habe das Laufband nur angeschaut und habe eine Stunde Kraft gemacht. Ich hatte ehrlich gesagt nicht mal das Bedürfnis zu laufen, bin sogar mit dem Auto hingefahren, weil ich kaum gehen konnte.

Gestern sollte es eigentlich wieder regnen, tat es dann aber doch nicht. Also entschied ich mich dazu die Wohnung nicht sauber zu machen und meine Standardrunde zu fahren. Spontan begleitete mich noch ein Freund aus dem Studio, was mir rückblickend ganz recht war, denn ich merkte schnell, dass ich immer noch nicht im vollen Besitz meiner Kräfte war und ich wieder nicht zum Essen kam – der Salat von 13h musste da noch herhalten, tat er nur leider nicht.

Um halb 7 schraubten wir uns die Berge hoch, während mein Bein munter vor sich hinzickte, ich ins Schnaufen kam und am liebsten einfach weinend stehen geblieben wäre. An der Saalburg nahm mein Begleiter dann das Ruder in die Hand und wir fuhren über den Herzberg. Also noch etwas länger und mit einer ganz fiesen Stelle: tiefer Waldboden mit Wurzeln und großen Steinen, Stöcken und viel Laub, mit einer Steigung die zum Schluss so steil war dass ich mal wieder vom Pedal rutschte und mir den Lenker in den Bauch rammte. Mir schossen Tränen in die Augen und an atmen war kurz auch nicht mehr zu denken. Aber half ja alles nichts, also aufsteigen, weiterfahren.

Auf den letzten 2km zum Feldberg hatte ich mittlerweile schon einen Monsterhunger und beim Hochfahren war mir schon mehr als schwindelig im Kopf. Ich befürchtete jeden Moment einfach stehen zu bleiben. Der Berg war durchweg glitschiger, feuchter Schotter. Einmal rutschte ich noch ab, dann ging es weiter und ich sah die letzten 50m mit den miesen Betonabsätzen kommen, bei deren letztem ich kurz davor immer absteigen musste.

„Bis zum Baum noch. Nochmal treten.. Huch schon am Baum vorbei!?“ Und weiter und weiter und weiter. Ich schaffte es. Fragt mich nicht wie, aber ich kam da hoch – drückte mein ganzes Gewicht auf das Vorderrad, damit es mir nicht entgegenkam und brachte eine Kraft auf, die ich mir vor allem an diesem Tag, niemals zugetraut hätte. Wisst ihr noch wie ich mal schrieb, dass ich mich fragen würde wann der Tag kommt an dem ich dieses Stück schaffe? Der Tag war somit gestern, der 5. Juni 2014. Endlich. Mal gucken, ob sich das nun generell wiederholen lässt.

Oben war ich einfach nur glücklich. Und die Sonne schien so schön. Anbei noch ein paar Bilder.

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Den Rückweg übernahm ich dann wieder. Am Fuchstanz fuhren wir mal anders ab, sodass es länger wurde und noch ein paar Steigungen bereithielt. Als ich dann vor meiner Haustür ankam, spuckte mir runtastic knapp 40km und 950HM aus! Auch damit hätte ich nicht gerechnet, vor allem was die Höhenmeter betrifft. 2Std 37min. Auch das war völlig okay. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, wie mies es mir ging.

Zu Hause war ich so dankbar über die warme Dusche und danach direkt Whey angerührt, ich konnte nicht mehr länger warten. Ein paar (Eiweiß)Brote geschmiert und ab ins Bett. Leider wurde ich ständig wegen den Schmerzen wachgehalten, konnte mich kaum umdrehen, weshalb ich auch jetzt
noch ziemlich müde und einfach nur fertig bin. Ich denke ich werde heute ins Studio gehen und versuche erstmal 4 Wochen das Thema Laufen aus meinen Vorhaben zu streichen 😐

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— Jamie

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