Weitere Unfälle

IMG-20140929-WA0001 IMG_20140930_112246430Nach dem Kurzurlaub in Österreich und der damit verbundenen Kletterpartie, hielt sich der Muskelkater doch recht hartnäckig. Zudem erfreute ich mich der Farbenpracht meines Bogenschießunfalls. Das alles hielt mich jedoch nicht von meinen sportlichen Plänen ab: Am Montag wurde gelaufen und Dienstag schwang ich mich aufs Pferd für einen Ritt durch das Gelände. Irgendwie war alles an diesem Tag etwas hektisch. Die Besitzerin lieh sich ein anderes Pferd um mit mir mitzukommen. Schon das Aufsteigen war nicht optimal. Das Pferd tänzelte nervös herum, sodass ich mich beeilen musste in einer passenden Sekunde hochzukommen. Als ich gerade im Schwung war, riss es den Kopf soweit nach oben, dass mein Kopf gegen seinen Schlug. Unangenehm. Dann sofort los geritten. Nach ein paar Minuten war ich wieder etwas lockerer und auch das Pferd entspannte sich und schnaubte ab. Wir trabten über die Felder und entschlossen uns dann eine Anhöhe hochzugaloppieren. Er würde beim Angaloppieren etwas bocken, ich solle ihn einfach weitertreiben, dann würde es aufhören. Mein Gefühl sprach dagegen. Ich probierte es dennoch. Er fing beim ersten Sprung an zu keilen und war im Begriff wie eine Rakete loszudonnern. Ich drückte die Schenkel dran und war im Begriff mich seelisch und moralisch auf einen rasanten Galopp einzustellen, als das gekeile in fieses Buckeln überging. Er streckte den Hals ruckartig gerade herunter und ich wurde immer wieder aus dem Sattel katapuliert, ehe ein Reflex mir flüsterte, es wäre besser einfach den Abgang zu machen. Wie frisch aus dem Schleudersitz segelte ich dem Boden entgegen. Drei Dinge kamen mir in den Kopf: 1. Würde das Becken wieder brechen? 2. Wie hart war der Boden tatsächlich? 3. Hoffentlich begegne ich nicht den Hufen…

Ich fiel nach rechts und kam unsanft mit Schulter und Kopf auf den Acker auf. Kein stechender Schmerz. Das Becken hielt was es versprach. Alles nicht so schlimm. Ich sah ihn noch etwas weiter buckeln und dann stehen bleiben. Ich sprang auf und lief langsam los. Wir brauchten etwas, bis wir ihn wieder einfangen konnten. Ich stieg sofort wieder auf, ließ ihm und mir keine Zeit über das Ereignis nachzudenken. Währenddessen fing es an zu regnen. Die Besitzerin zeigte sich sehr schockiert. Ich musste sie beruhigen. Ich trage ja auch das Risiko. Irgendwo gehört es auch dazu und ich bin mir dessen stets bewusst. Sie dachte, ich würde nicht mehr aufsteigen. Aber irgendwann muss man das sowieso wieder. Also warum nicht gleich.

Wir trabten durch den Regen Richtung Stall. Ich war froh, endlich wieder im Auto sitzen zu können und das ganze erstmal zu verdauen. Leichte Kopfschmerzen machten sich breit. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem MTB auf den Feldberg. Als ich nach Hause kam konnte ich meinen Hals nicht mehr bewegen, ich hatte tierische Schmerzen und fühlte mich krank. Heraus stellte sich ein leichtes Schleudertrauma, dem ich versuchte mit Wärme entgegenzuwirken. Arbeiten war die Hölle. Freitag kümmerte ich mich nur um die Stallarbeit und Samstag ging ich wieder biken. Sonntag morgens wachte ich dann mit Halsschmerzen und einem dröhnenden Kopf auf. Mich hatte es mal wieder erwischt. Ich lag den ganzen Tag im Bett, aber es wurde einfach nicht besser. Montag und Dienstag war ich dann krank geschrieben. Heute bin ich immer noch nicht wieder fit. Bin nach wie vor sehr leicht zu ermüden, fühle mich schwach und einfach nur angeschlagen. So richtig bricht das auch nicht aus und so vegetiere ich so vor mich hin und hoffe, dass es so verschwindet wie es kam.

Gestern Abend war ich in einem frustriertem Anflug von Übermut im Stall, sowie 7km mit einer Pace von 5:20 auf dem Laufband und der Hantelbank. Gefühlte zehn Halstabletten und Ibuprofen später sitze ich im Büro und mir geht es genau so schlecht oder gut wie am Sonntag. Morgens ist es komischerweise immer am schlimmsten. Gerade geht es wieder. Morgen ist reiten angesagt. Ich bin mir unsicher, ob ich es heute noch mal aufs Laufband wagen soll..?

— Jamie

Ein Gedanke zu “Weitere Unfälle

  1. O je, wenn ein Pferd mal mies drauf ist… Gut, dass es noch ganz glimpflich ausgegangen ist. Zu deiner Frage: Wer krank ist, gehört nicht aufs Laufband, schon gar nicht in diesem Tempo. Schmerzmittel und körperliche Anstrengung vertragen sich nicht. Gegen einen gemütlichen Ausritt oder einen Spaziergang ist nichts zu sagen. Aber da kennst Du ja meine Meinung. Bin derzeit auch krank. Blöd, aber nicht zu ändern. Gute Besserung!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s