Durchstarten, durchhalten und den Salat reduzieren

Nachdem das pflanzliche Antibiotika seit gestern anzuschlagen scheint, versuche ich wieder mehr aufs Gas zu drücken. Montags hatte ich einen Lauf von erstmals 10km (seit dem Unfall) mit einer Durchschnitts-Pace von 5:10. Es war als hätte sich über Nacht ein Schalter umgelegt, es war direkt locker, nur die letzten beiden Kilometer wurden etwas schwerfällig. Dafür strafte mich der nächste Tag, ich fühlte mich noch kränker und wäre am liebsten zu Hause geblieben. Ich quälte mich durch den Arbeitstag und musste danach auch noch in den Stall fahren, das Pferd bespaßen. Geritten bin ich nicht und mir war auch gar nicht danach.

Mittwoch Morgen ging es mir noch relativ gut, aber im Verlauf des Tages glich sich mein körperlicher Zustand meiner mentalen (nicht so guten) Verfassung an. Meine Pläne abends ins Studio zu fahren, schrieb ich in den Wind. Ich wollte nur schlafen und tat das auch. Kein schöner Tag, um ein Jahr älter zu werden. Zum Glück werde ich nicht zum Feiern gezwungen und dieses Recht behalte ich mir schon sehr lange vor 😉

Tja und gestern dann die schlagartige Wende: kaum noch Halsschmerzen und nicht mehr so ausgelaugt. Das Medikament muss ich dennoch weiter nehmen, damit kein Rückfall zustande kommt. Ist jedoch ganz schön viel was man da schlucken muss, 4×5 Tabletten am Tag und wenn es besser wird langsam ausschleichen. Erinnern mich ein wenig an Bierhefe-Tabletten, jedoch schmecken sie ganz grässlich nach den Senfölen und der Meerettichwurzel. Ist mir aber egal, denn ich habe genug vom Krank-sein.

Am Abend wollte ich eigentlich reiten und tat das auch. Da jedoch das Pferd taktisch klug angegangen werden muss, wurden das 40 Minuten lockeres vorwärts-abwärts-, entspannungs-, gymnastizierendes Reiten mit viel Schritt und maximal Leichttraben. Das Pferd war mehr geschwitzt als ich es war. Mir war höchstens warm. Was macht man also mit der daraus resultierenden unausgelasteten Situation meinerseits? Richtig, man beeilt sich, um noch ins Studio zu kommen. Also 15min ab nach Hause, umziehen und versuchen den Stallgeruch loszuwerden, aufs MTB und um kurz vor 8 aufs Laufband.

5km „Gib-Ihr“ mit einer Pace von 4 bis 5:00, anschließend auf die Hantelbank und noch ein paar Stabiübungen. Naja, nicht ganz direkt im Anschluss. Ich lag erstmal 5 Minuten auf der Matte, um meinem Körper zu signalisieren, dass der Grenzgang nun vorbei war. Wenn man dann solche Gedanken wie „Das war jetzt aber nicht mal annähernd ein HM“ und „Was, und du willst mal 21km mit einer Pace von 4:00 laufen“ in den Kopf bekommt, während einem schon irgendwie übel wird, ist das nicht der größte Motivator den man haben sollte. Vielleicht sollte ich mich auch einfach mal in den Schutz nehmen: Schlecht geschlafen, bestimmt noch untergründig von Krankheit gezeichnet, ab 8h gearbeitet und das letzte Essen war nicht nur 8 Stunden her, sondern es war auch noch Salat. Und wenn wir schon mal bei „Salat“ sind und ich hier nicht alleine sitzen und lachen möchte gibt es noch das hier für euch:

Der heutige Plan: arbeiten bis 17h, einkaufen, ins Studio (längerer Lauf und Krafttraining), Wohnung Putzen, Wochenende!!

— Jamie

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