Rekorde brechen

Genau darauf habe ich gewartet. Nach so viel Unfällen, Pech und anderen Unanehmlichkeiten geht es glücklicherweise endlich mal wieder bergauf. Steil bergauf. Die 14km am letzten Wochenende, war nur ein Vorgeschmack auf das was mich erwarten sollte. Auf die lange Distanz gesehen konnte ich gut an meiner Pace arbeiten. Während ich 11km nahe meiner Grenzen mit 5:00 schaffe, brauchte ich nur 0,5km/h zu reduzieren um mal eben locker flockig 20km zu laufen. Ohne großartiges Schwitzen (obgleich ohne frische Luft auf dem Laufband), ohne Gekeuche und es hätte bestimmt noch bis km 30 so weitergehen konnte. Ich lief und lief ohne Pause und mit jedem Kilometer überraschte ich mich selbst. Ich war im Flow, irgendwo ganz anders, meine Beine mechanisch, und ich nahm nichts mehr um mich herum wahr. Ich stierte in den Himmel aus dem Fenster, hörte Musik – scheinbar jenseits von Gut und Böse.

Meinem Schienbein hat es auch nichts ausgemacht, jetzt ist die Schwellung sogar fast weg und die Blutergüsse ziehen sich langsam aber sicher zurück.

Nach diesem Erlebnis traue ich mir auch einen Marathon zu, denn 10km mehr hätte ich ohne Kämpfen zu müssen noch gepackt und die restlichen 12 gingen dann bestimmt auch noch irgendwie. Wahrscheinlich hätten irgendwann meine Beine schlapp gemacht, aber mein Geist war voll da und meine Kondition ist momentan echt der Wahnsinn. Ich weiß nicht mal was ich so viel anders mache, aber wahrscheinlich liegt es am Mix der Sportarten (laufen, biken, reiten, Kraft).

Ich fühlte mich weder überanstrengt, noch habe ich Muskelkater. Erstaunlich ist, dass ich bis auf einen Tag in der Woche jeden Tag Sport mache und zum Ende der Woche trotzdem noch so viel Power da war. Ich bin einfach nur baff und freue mich wahnsinnig. Ich dachte erst im Februar 2015 wieder so fit zu sein, aber wenn ich kann würde ich gerne dieses Jahr noch irgendwo einen HM mitnehmen. Mittlerweile bin ich auch guter Dinge den HM dann mit einer Pace von minimal 5:00 zu laufen, was auch schon eine Verbesserung von 12 Minuten ist. So gesehen ist dann Halbzeit bis zu meinem Ziel von 1:30h 🙂

IMG_20141114_201414580
Leider hat sich bei 95 Minuten die Zeit irgendwie wieder auf 0 zurückgesetzt und lief dann sehr merkwürdig weiter..aber ansonsten lässt sich das ja alles gut nachrechnen 😉

— Jamie

2 Gedanken zu “Rekorde brechen

  1. Hey, danke! Ja da hast du recht, eigentlich ist das ja ziemlich öde. Aber folgende Vorteile hat’s dennoch: man muss nicht draußen im Dunkeln laufen und ich habe eine sehr gute Kontrolle über meine Pace.
    Generell finde ich Laufbänder fürs Tempotraining sehr gut, aber ab 10km+ dient das eher zum Geduld üben und dem Selbstbeweis in puncto Hartnäckigkeit gegen sich selbst. Bei mir waren die ersten 12 öde und dann gings erst ab, weil ich mich einfach so gefreut habe – da war dann sogar noch ein Sprint über den letzten Kilometer drin. 😀

    Ansonsten lange Einheiten lieber draußen, das bringt Konditionell noch anderes mit sich, was man auf dem Laufband einfach nicht erreicht.

    🙂

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