Laufen, reiten, Messedienst

So. Der Januar ist vorbei und ich habe bislang einige Entscheidungen getroffen. 1. Ich habe die Reitbeteiligung abgesagt noch bevor sie offiziell begonnen hat. Mein Gefühl war einfach mies. Es ging ein Mailwechsel hin und her – auf meine klaren, ehrlichen und dennoch freundlichen Worte folgten kurze etwas patzige Sätze. Ich wäre die erste die sich über den Vertrag beschwert. Manche Teile des Vertrags wären ja sowieso nur so dahingesagt und könnten eigentlich raus. Nur warum wird mir dieser dann so vorgelegt..? Am Ende beruft man sich auf einen Vertrag, dazu ist er ja da. Auf die Frage ob ich wirklich nicht mehr will, antwortete ich mit ja und beschrieb nochmal die Situation. Darauf kam nur ein „Ok..“ und damit war die Sache beendet. Irgendwo hätte man ja noch die Form wahren können, aber nun gut. Ich bin froh, dass ich keine Zeit gefunden habe das per Telefon zu klären, ich glaube das wäre weitaus unangenehmer geworden.

2. Am 22.2.2015 ist der nächste Halbmarathon angesagt 🙂 Trainiert wird natürlich weiterhin fleißig. Nach meiner Krankheitsepisode ging es wieder munter weiter, mehr oder weniger zumindest. Dienstag 8km in 37min, Mittwoch Pause, Donnerstag Intervalle bis 3:30 auf 6km, Freitag 10km in 47min, Samstag 18,77km in 1:34h. Sonntag habe ich es ruhig angehen lassen und meine 30min Bauchmuskeltraining abgespult, viel geschlafen.

Donnerstag war sowieso der Mörder-Tag für mich – um 8 Uhr stand ich am Bahnhof, weil ich nach Karlsruhe auf die Learntec fahren musste, meine Firma hatte dort einen Stand. Als ich dann endlich vom Frankfurter Hbf in den ICE stieg, wurde die Fahrt noch sehr unterhaltsam. Mit mir im Abteil saßen zwei Ingeneure, ein Diplom Psychologe, ein Fachautor für Chemie und ein Journalist. Alles ältere Semester, um keinen Scherz verlegen und ich mitten drin 😀 Visitenkarten getauscht, kostenlose Funktionsdesignanalysen von mir und nun hätten wir einen Drehbuchautor für Chemie, falls Bedarf besteht. Dieser fuhr dann noch mit mir bis zur Messe, während die anderen bis nach Basel (oder weiter?) fuhren. Die Messe an sich war nicht uninteressant, aber es ist nicht meine Welt, den ganzen Tag stehen, von grellen Leuchten angestrahlt werden, keine Fenster, grinsen bis einem das Gesicht weh tut und die meiste Zeit die Leute versorgen, die wahrscheinlich niemals ein potentieller Kunde werden würden. Interessant ist auch, dass sehr viele Fachautoren kommen, die sich selbst verkaufen wollen. Oder Studenten die gerade eine Bachelorarbeit schreiben. Ich hatte genau eine Brezel dabei und nicht mal Zeit die zu essen. Als mein Chef und ich dann um 17 Uhr im Auto saßen (ich durfte mal wieder fahren ❤ ) kam ich dann doch mal dazu  das halb vertrocknete Ding zu essen. Regen, Dunkelheit und immer wieder Stau. Um 19 Uhr war ich zu Hause, und um halb 8 stand ich auf dem Laufband und spulte das Intervalltraining ab, danach noch Krafttraining und dann fiel ich tot ins Bett.

Am Samstag war ich alleine unterwegs, niemand der mich mit dem Rad begleitet hat. Dafür kam die Sonne raus und der Wind ließ etwas nach. Eigentlich lief ich zu schnell los, sodass mein Puls ziemlich hoch ging und es auf der ersten Runde nach 8km leicht bergan echt zermürbend wurde, sodass ich mir dachte, ich sei genau so gut bedient wenn ich einfach nach Hause laufen würde. Aber das schlechte Gefühl wollte ich nicht haben. Also lief ich eine Schleife und die gleiche Strecke entgegengesetzt wieder zurück. Versuchte immer unter einer 5er Pace zu bleiben, damit ich an Steigungen etwas langsamer laufen konnte. Das gelang auch ganz gut, nur war es vor allem ein mentaler Kampf und auf den letzten 3km hatte ich das Gefühl, dass ich selbst bergab nicht mehr schneller als 4:40 kam, als hätte ich Pattex unter den Schuhsohlen.

Zwischenzeitlich stellte sich aber immer wieder dieses beschwingte Gefühl ein, wenn es einfach läuft, so richtig kraftvoll, schnell und doch locker. Sogar manchmal am Anstieg. Als ich dann zu Hause war wurde mir unendlich kalt. Duschen, essen, schlafen – das war das einzig Wahre in diesem Moment 😉

Am Abend durchforstete ich dann ebay Kleinanzeigen nach Reitbeteiligungen und wurde auch fündig: Ein sechs einhalb jähriger Fuchswallach, Stockmaß 1.63m. Sah auf den Bildern sehr ausgeglichen und wirklich süß aus. Die Kostenbeteiligung schien mir auch in Ordnung. Ich meldete mich bei der Besitzerin, ob Sie noch Bedarf hätte (die Anzeige steht schon seit Anfang Dezember im Netz, ob mir das zu denken geben sollte..?). Ich werde dieses Wochenende mal hinfahren und hoffe das alles gut geht, ich nicht enttäuscht werde und selbst nicht enttäusche. Das einzig Negative ist, dass das Pferd bis April in einem anderen Stall steht, der viel weiter weg ist als der angegebene Ort. Das wären dann bis April 30km, eine Fahrt. Danach nur noch 10km. Mal schauen ob es das wert ist.

— Jamie

2 Gedanken zu “Laufen, reiten, Messedienst

    1. Huhu, leider ist dein Kommentar von WordPress als Spam klassifiziert worden – ich habe das mal rückgängig gemacht, daher schreibe ich erst jetzt 😉 Vielen lieben Dank! Klar, ich werde auch mal bei dir vorbeischauen.

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