Weitermachen

…und das am besten ohne nachzudenken. Ist besser. Meine 20k Ausflüge am Wochenende scheinen mich über die Woche ganz schön zu schlauchen. Tempoläufe sind plötzlich 2k weniger lang, dafür klappen die Intervalle umso besser. Ich weiß nicht was ich davon halten soll oder ob ich die Distanz einfach erzwingen sollte und darauf warte, dass sich mein Körper an all das gewöhnt?

Ich spule mal zurück: Letzten Montag 8km in 34min, Dienstag 8km in 37min, Mittwoch Intervalle. Letzteres war bloß der Plan. Ich muss dazu sagen (so, jetzt hören bitte mal alle Männer weg), dass ich immer wenn ich sporttechnisch etwas umstelle ich einmal im Monat richtig fiese Schmerzen bekomme und zwar so, dass ich mich fast übergebe und zwar immer genau nach 2,5km. Montag und Dienstag konnte ich damit mit einer kurzen Pause noch weitermachen, Mittwoch war es dann aber komplett aus. Also habe ich die Intervalle nur halb zu Ende gebracht. Danach saß ich auf dem Boden in der Toilette und wünschte mir einfach nur zu sterben. Schmerzen hatte ich schon immer, aber nicht so und nicht noch nach drei Schmerztabletten. Hat dann 15min gedauert ehe ich es noch zur Hantelbank geschafft hatte. Klar ist das auch ein Punkt, der mich diese Woche nicht gerade super leistungsfähig hat sein lassen.

Generell ist mein Körper ein sehr beeinflussbarer. Nach Narkosen, Krankheit oder einer stressigen Episode geht da nämlich erstmal 2 Monate gar nichts mehr. Würde ich keinen Sport machen, würde ich von den Schmerzen gar nicht mal so viel merken. Hormone möchte ich nicht nehmen, also fange ich damit erst gar nicht an. Ich mache einfach weiter und hoffe auf Besserung auf lange Sicht. So liebe Männer, jetzt dürft ihr wieder mitlesen, ihr die ihr bei einer kleinen Erkältung in Embryonalstellung im Bett und im Jammertal versinkt und wir Frauen denken es ginge um Leben und Tod.. 😉 (Ich hoffe ich habe mich jetzt nicht unbeliebt gemacht, wird wohl einige Follower kosten)

Donnerstag ging der Regeneration aufs Konto und Freitag habe ich dann das Tempotraining nachgeholt: 4x700m zwischen 3:45 und 4:00 mit jeweils 500m Erholung dazwischen bei 5:15. Ging erschreckend gut. Samstag habe ich dann meinen Mann aufs Rad gesetzt und bin knapp 19k in 1:33h durch die Felder des Taunus gerannt. Was mal wieder bei km 8 anfing ein Kampf zu werden (nein, ich möchte keinesfalls langsamer als 5:15 laufen >.< ). Dafür schien die Sonne herrlich, aber es war auch genau so herrlich kalt (-3 Grad).

Sonntag wollte ich eigentlich die Reitbeteiligung antesten. Wurde nur leider nichts draus, die Frau entschied sich doch dafür, dass sie ihr Pferd alleine reiten wolle. Schade, wirklich. Also verschlief ich fast den ganzen Tag, Las „Gone Girl“ zu Ende und schaute danach den zugehörigen Film. Ganz großes soziopathisches Beziehungs-Kino. Wenn man das Buch liest, hat man mehr vom Film..ganz besonders in diesem Fall.

Halsschmerzen machten sich wieder bemerkbar, und ich kochte gleich mal eine Hühnersuppe und schmiss Vitamin C ein. Toll fühle ich mich gerade leider immer noch nicht. Wahrscheinlich zieht sich das noch 1-2 Wochen (pünktlich zum HM natürlich) und bricht dann richtig aus. Mir steht es bis hier…

Heute sind eigentlich 10km Tempolauf geplant, aber irgendwie sehe ich da leicht schwarz.

— Jamie

6 Gedanken zu “Weitermachen

  1. Bei mir ists zur Zeit immer genau anderes herum. Unter der Woche 50 km, dafür am Wochenende gar nichts mehr. So wieder schleunigst geändert werden. Aber ich habe ja auch keine Schmerzen. Naja, zumindest fast nie 😀

    1. ..dass du dann montags wieder (motiviert) loslaufen kannst, verdient ja eigentlich schon fast mehr Respekt 😀 Ich finde es nach einem Tag Erholung schon nicht mehr so leicht irgendwie…
      Achso, du bist also nur sporadisch eine Frau? 😀

  2. Schade, dass das mit der Reitbeteiligung nicht geklappt hat, aber da wird es sicher wieder mal Möglichkeiten geben. Ich höre von Dir immer nur „Tempo!“ Läufst Du auch mal langsam? Soooo ganz unwichtig ist das nämlich nicht. Gerade das Tempo, in dem Du Deine langen Läufe angehst, klingt für mich nach Wettkampftempo. Wenn Du das jede Woche so durchziehst, ist es kein Wunder, dass Du dazwischen platt bist. Das ist wie jede Woche Wettkampf ohne Regeneration danach.
    Aber vielleicht sind Dir die langsamen Läufe ja nur zu unspektakulär, um darüber zu schreiben.
    Das mit den Schmerzen kenne ich leider auch…  😦

    1. Ja, ich kann auch langsam(er) 😀 Aber mittlerweile hat sich meine Grundgeschwindigkeit, in der ich auch zwischen Intervallen regenerieren kann, doch sehr erhöht, sodass ich eigentlich nur noch eine glatte 5er Pace laufe, minimal 5:15. Da muss ich schon arg aus dem Training oder krank gewesen sein, dass das nicht mehr geht. Zusätzlich zum Longrun muss sich der Körper natürlich ein- und umstellen und hat mitunter auch mal über die Woche noch damit zu tun. Du hast recht, am Wochenende und am Montag versuche ich Wettkampfgeschwindigkeit zu laufen, um zu gucken wie ich bei 20k und bei 10k stehe. Dann fahre ich wieder runter und ab Samstag halt wieder rauf. Intervalle sind zwar hart, aber ich fühle mich danach nicht so kaputt wie nach einem Tempolauf.
      Und ja, ein wenig unspektakulär ist so ein normaler Dauerlauf schon irgendwie, das erwähne ich dann meist nur am Rande 😛

      Im Moment lasse ich die Reitbeteiligung einfach mal Reitbeteiligung sein und stelle lieber Überlegungen an wie ich an ein gescheites MTB komme, bevor ich Gefahr laufe am ersten schlimmen Berg nach mittlerweile 4 Wochen Abstinenz, schieben zu müssen 😀

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