Bike!

Afterwork-biken ist manchmal sehr mit Überwindung verbunden. Afterwork bedeutet in den meisten Fällen die Hausrunde, einen müden Kopf und eigentlich hat man hunger. So war es auch wieder dieses Mal. Vor der Arbeit alle Sachen schon mal bereit gestellt (gute Vorbereitung nimmt man dann auch wahr) und schnell Whey angerührt.

Kleiner Schwenk: mittlerweile bestellte ich sowas nur noch bei egg. Ist auch nicht viel teurer, schmeckt besser und vor allem dieses 3K-Protein habe ich so noch nicht gesehen. Das trinke ich immer morgens und in der Geschmacksrichtung Schokolade ziehe ich das sogar jedem Kakao vor. War anfangs nur schwierig – morgens quasi nur trinkend zu „frühstücken“ – denn insgesamt sind das dann mit Tee und Kaffee schon ein guter Liter – aber dann sind es quasi nur noch 2 bis zum Abend:D
Das reine Whey (mit Kokos) immer vor dem Training oder auch mal als schnellen Abendessen-Ersatz. Seitdem ich das in der Menge konsumiere bin ich tatsächlich leistungsfähiger, allein wahrscheinlich schon deshalb, weil ich so viel Protein über Nahrung gar nicht zuführen kann. Bin auch seit Januar nicht mehr krank gewesen und das will was heißen.

Back to Topic: Den widerwilligen Mojo aus unserem hofeigenen Fahrradständer gezerrt, der sich da so schön mit dem Reifen verkeilt hatte – kurz geschimpft und los, mit Musik im Ohr. Als ich schon Richtung Feld unterwegs war kam mir der Gedanke, dass ich ja jetzt nicht unbedingt im Ecomodus fahren muss, da die Hausrunde mir ja mehr als gut bekannt ist. Also mal einen Zahn zugelegt und den bis in den Wald gehalten. Auf dem Weg zur Saalburg (ab da geht es dann eigentlich nur noch hoch mit 8-10% Steigung) wollte ich es dann wissen und habe einfach mal reingetreten, denn ich wollte endlich diese verdammten 43min meiner Zwischenzeit unterbieten. Was mir dann auch mit 39min auf ca. 12km und etwas mehr als 300HM gelang. Blut und Schweiß geleckt, da ist der Rest doch ein Kinderspiel, nur noch die Hälfte.

Thomas angeschrieben, er könne jetzt in der nächsten Stunde mal hochfahren – mit dem Auto – denn wir wollten uns oben treffen, sonst sehen wir uns ja bei dem ganzen Sport gar nicht mehr 😀

Auf dem Weg zum Sandplacken noch elegant männliche Kollegen mit Profimontur von hinten eingesammelt – die sahen leider nur schnell aus 😛 Ich mag das Geräusch der Reifen, wenn sie anfangen zu surren, das machen sie auch gerne am Berg. Die lange Cardiostrecke hinter mich gebracht. In genau 1:01h war ich am ersten Wurzeltrail und recht schnell auch am zweiten und dritten. Dann kam der Sandplacken in Sicht, den ich exakt 9min später erreichte, bzw. schon unten vor dem letzten und in Summe schlimmsten Trail stand, mit dem Schild daneben 2,3km Gr. Feldberg. Ich setzte noch einmal eine Nachricht ab: „Ich bin gleich da.“ „Du bist aber schnell.“

Kleiner Motivationsschub und ab gings. Wenn man an Stellen an denen man rollen würde, das Rollen einfach durch Treten ersetzt, dann spart man logischerweise nochmal Zeit 😀 Vor der letzten Passage (ca. 300m) nochmal kurz mental sammeln und durchziehen. Manchmal passiert es mir noch, dass ich auf dem letzten Drittel blöd auf einem Stein wegrutsche und dann schieben muss. Das hat dann aber auch 22% Steigung. Diesmal nicht. Schön hochgeschraubt und als ich dann vorne an der Aussicht stand, zeigte mir Garmin 1:28h. Mein Mittelwert befand sich sonst immer bei 1:36h. Und auf einmal war das anders und hatte nicht mal weh getan. Ich war sogar vor Thomas dort, aber nach fünf Minuten war er dann auch da. Saßen oben auf den Felsen und haben echt schöne Bilder gemacht, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

IMG_20150513_194000370 IMG_20150513_194653984_HDR IMG_20150513_194023042_HDR IMG_20150513_194322708

Oben habe ich endlich auch mal damit angefangen zu üben, mein Vorderrad beim Fahren anzuheben. Auch wenn Thomas konditionell nicht so gut gestellt ist, DAS kann er. Körperbeherrschung um die ich ihn und viele andere Männer beneide.

Manchmal klappt es, manchmal nicht. Leicht berauf bis jetzt am Besten. So richtig MOUNTAINbiken habe ich eigentlich erst dieses Jahr angefangen und ich denke ich kann nicht gleich alles erwarten. Aber ich will das. Ich bin motiviert und irgendwann schaffe ich das. Man darf seine Ziele nur nicht aus den Augen verlieren.

Runter war ich an diesem Tag auch viel sicherer und vor allem schneller unterwegs und ich hatte richtig Spaß. Manchmal erwischt man so einen Tag an dem Konzentration, Beine, Atmung und Wetter im Einklang sind. Superkompensation. Das war so ein Tag. Nach unglaublichen 2:03h war ich wieder vor meiner Haustür.

— Jamie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s