Es ist soweit

Soundtrack dazu oder danach, wer möchte.

scars deep down inside me

 Narben die du mir zufügtest. Ohne Bemerken. Ohne Halt und ohne Grenzen. Habe den Schmerz nie vergessen. Und du bliebst kalt und ohne Furcht. Deine kalten Augen tasten meinen Körper entlang; und sie sehen nicht.

Sehen nicht was ich sehe. Sehen nur in sich hinein ohne zu begreifen. Kannst Gedanken nicht mehr ordnen, noch deine Sinne. Lebst nur für dich selbst. Für gut befunden.

Hast deine Grenzen und Sehnsüchte um dich gesteckt und verteidigst sie. Fügst mir Narben zu und kämpfst. Ringst vielleicht nur mit dir selbst oder mit deinem Schatten der dir stetig folgt und blickst dich nicht um. Siehst nicht wer vor dir steht. Hast Werte vertauscht, dein Gleichgewicht geht in die Brüche.

Wirst nie den Schmerz erlernen, welchen ich schlucken musste. Hast mich nicht weinen sehen. Hörst dein Recht welches zu dir schreit aber nicht mein Herz welches bitter unermüdlich schlägt.

Hast nicht um den Preis gewusst welchen ich zahlen musste. Konnte die Summe deiner Forderungen nicht aufbringen. Habe mich gewunden, meinen Geist geschlagen. Gerechtigkeit. Narben der Gerechtigkeit, Wut der Vollkommenheit.

Habe alles gegeben und dich nie erreicht. Warst zu weit weg, nie da. Konnte nichts beweisen und habe doch immer gekämpft. Du stießt mich in den Ring und ich musste gewinnen. Habe alles gegeben und mich selbst verloren.

Keiner wird mich finden. Bin nicht von hier. Wohne im nirgendwo und gehe ins Ungewisse. Öffne die Tore und trete in die funkelnde Dunkelheit, jenseits von allem.

Stoße mich ab und tauche unter. Für eine Zeit in der ich nicht hier bin. Ich lasse meine Hülle bei euch zurück. Bei euch, die ihr euch mit Messerklingen darüber hermacht nur um euch selbst zu gewinnen. Um Stärke zu tanken. Aber ich werde nicht dort sein. Für einen Moment. Nur ganz kurz nicht bei euch. Mit leeren Augen und ohne Schmerz.

Fahre zurück in meine kalte ausgelaugte Hülle. Mein Sinn welcher langsam hineingleitet und sich seinem Gegenstück ergibt. Nehme den Schmerz auf und taste nach neuen Wunden.

Bin wieder hier und ihr habt es nicht bemerkt. Nahmt keine Kenntnis davon dass ich nicht unter euch war. Bliebt bei euch selbst, euren Stolz heilend. Entzogt mir die Kraft und stießt mich ab.

Auf dem kalten Boden liegend. Zuckende Narben unter meiner Haut. Angst kriecht durch meine Haare, ein kalter Schauer am Hals. Tunnelblick. Kann nicht weinen. Habe das Vertrauen in die Welt verloren. Starr und gebrochen. Ohne Emotion. Ohne Mut zu atmen.

Du hast es geschafft. Hast mich zu dem gemacht was ich bin. Ich war nicht hier, nur kurz. Einmal nicht aufgepasst.

Und du hast vergessen. Schaust mich nicht mehr an. Wendest dich wieder dir selbst zu. Weißt um deinen Willen aber nicht um mein vernarbtes Herz.

Werde zurückkehren, wenn ich gelernt habe aufzustehen. Werde dir fest in die Augen schauen – mein vernarbtes Herz auf einem goldenen Tablett.

Jamie, geschrieben mit 17 Jahren. Heute mal wieder aktuell.

2 Gedanken zu “Es ist soweit

    1. Nach hoch kommt tief..aber zum Glück ist das nun viel seltener der Fall als damals – und nicht nur Laufen hilft sondern auch schreiben 😉 Familie kann man sich nicht immer aussuchen – alles andere aber schon. Von daher habe ich glücklicherweise quasi eine „neue“ Familie die mir da sehr hilft.

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